ADR

ADR

Die Abkürzung für das europäische Übereinkommen über die internationale Beförderung von Gefahrgütern auf der Straße bildet sich aus der französischen Bezeichnung “Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route”. Dieses internationale Abkommen gilt für alle EU-Staaten automatisch. Das Abkommen wurde inzwischen von insgesamt 52 Staaten unterzeichnet. Beschlossen schon 1957, trat das Übereinkommen jedoch erst 1968 in Kraft, da es erst von allen Einzelstaaten der damaligen EWG und dann EG in Gesetzesform gegossen werden musste.

Das ADR umfasst eine ganze Reihe von Vorschriften und Kennzeichnungen und wird in zwei Bände und neun Teilen dargestellt. Das ADR wird alle zwei Jahre angepasst, um die technische Entwicklung zu berücksichtigen. Jeder LKW, der mit Gefahrgut unterwegs ist, muss im inländischen wie im grenzüberschreitenden Verkehr entsprechende Gefahrgutkennzeichnungen tragen, wenn er Güter transportiert, die nach den Regeln des ADR als gefährliche Güter eingestuft werden. Auch die LKW müssen eine gesonderte ADR-Zulassung erhalten und sind entsprechend gebaut oder umgebaut. Zu den verschiedenen Fahrzeugklassen an LKW oder Zugmaschinen, die gefährliche Güter transportieren dürfen, gehören z.B. solche für Explosivstoffe (EX/II, EX/II) oder entzündliche Flüssigkeiten (FL). Die ADR-Bescheinigung für diese LKW muss jährlich mit einer technischen Untersuchung erneuert werden. Auch die LKW-Fahrer müssen meist einen speziellen Führerschein für den Transport von Gefahrgut vorweisen können.

Alle am Transport beteiligten Mitarbeiter müssen über Kenntnisse im Umgang mit dem jeweiligen Transportgut verfügen. Mit dem ADR werden des Weiteren die Art der Verpackung und Sicherung der gefährlichen Ladung für die LKW, Tanks oder auch Anhänger geregelt, aber auch die gesamte Dokumentation mit einer lückenlosen Erfassung vom Versandort bis zum Ankunftsort. Dazu bestimmt das ADR die Bauweise und die Art der Prüfungen für die entsprechenden Behälter. Die entsprechenden Symbole, die auf das jeweilige Gefahrgut hinweisen, sind auf Grundlage der Richtlinien des ADR international einheitlich gestaltet.

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