Aufsattelhöhe

Aufsattelhöhe

Sattelzugmaschinen sind mit einer Kupplung ausgestattet, die es erlaubt, den Sattelauflieger sicher anzuhängen. Dazu wird beim Sattelauflieger der sogenannte Königszapfen verwendet, der eine Beweglichkeit in alle Richtungen ermöglicht. Die Aufsattelhöhe der Sattelzugmaschine wird im unbeladenen Zustand ermittelt. Hierzu wird der Abstand zwischen der oberen Kante der Sattelkupplung und der Straße gemessen. Die Aufsattelhöhe unterscheidet sich je nach Typ der Sattelzugmaschine und dementsprechend der Art des Aufliegers.

Bei einem sogenannten Lowliner beträgt die Aufsattelhöhe etwa 950 mm, für normale Sattelzugmaschinen beträgt sie etwa 130 bis 150 mm. Die Angabe der Aufsattelhöhe ist deshalb wichtig, weil mit der niedrigen Höhe des Lowliners auch die sogenannten Megatrailer oder Jumbo-Trailer gezogen werden können. Diese speziellen Trailer wurden in den Niederlanden entwickelt, um den Transport von Zulieferteilen aus Großbritannien mit einem größeren Transportvolumen von 100 m³ zu optimieren. Entwickelt für die speziellen Boxen der Zulieferteile erreichen die Megatrailer eine Innenhöhe von 3,0 Meter.

Mit den Standard-Ausmaßen für innen von 13,60 m × 2,48 m × 3,00 m lassen sich z.B. 34 Paletten mit einer Tour befördern. Diese Megatrailer würden jedoch mit den Standard-SZM die im Straßenverkehr zulässige Maximalhöhe von vier Meter überschreiten. Daher mussten sie mit einem geringeren Bodenabstand konstruiert werden. Der Abstand der Ladefläche zum Boden beträgt bei einem normalen Auflieger 125 – 130 cm, bei einem Megatrailer erreicht er nur ca. 100 cm. Dieser niedrigere Aufbau macht auch eine niedrigere Aufsattelhöhe nötig.

Gelegentlich wird auch ein sogenannter Schwanenhals-Sattelauflieger eingesetzt, der mit einer abgestuften Ladefläche mit der Standard-Aufsattelhöhe gekuppelt werden kann. Dann erreicht jedoch der vordere Teil des Sattelaufliegers nicht die Höhe von 3,0 Meter. Sattelzugmaschinen mit der niedrigen Aufsattelhöhe müssen speziell konstruiert werden. Dazu gehört u.a. eine kleinere Reifengröße, die durch den stärkeren Verschleiß einen häufigeren Radwechsel erforderlich macht.

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