Die Lieferketten im Krieg

Die Lieferketten im Krieg

30. Mai 2022

Wie die Allianz-Versicherung untersucht hat, werden die Lieferketten mit dem Corona-bedingten Ausfall von Shanghai uns noch einige Monate in Atem halten. Der Schiffsstau dort sei nicht so schnell und einfach aufzulösen. Dazu kommen einige weitere Probleme. Die Häfen sind überlastet. Personal und Crews leiden unter großem Druck. Dennoch sind Rohstoffe und Zulieferteile knapp geworden, so dass es in Europa und vor allem Deutschland bereits zu einem Rekordstau in der Bearbeitung von Aufträgen kommt.

Allein in der Autoindustrie hat sich eine Auftragsreichweite von 7,4 Monaten entwickelt. In der Metallindustrie ist es nur ein Monat weniger, den die Lieferengpässe an Wartezeiten verursachen. Der erhoffte große Aufschwung bei Auflösung der Lieferstaus kann aber durchaus noch auf sich warten lassen. Denn es fehlen auch Millionen Container. Das alles ist noch ohne die Folgen des Krieges berechnet.

Im schwarzen Meer stecken viele Schiffe fest, andere sind bereits als verloren gemeldet. Das belastet die Reeder, denn eine Kriegsversicherung gibt es nicht. Darüber hinaus muss jetzt mit einem Öl-Embargo gegen Russland gerechnet werden. Wenn die Schiffe dann mit minderwertigen Treibstoffen betrieben werden, drohen Maschinenschäden.